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Greening

Das Greening (verpflichtend, wenn Basisprämie beantragt wird) erstreckt sich auf 3 Maßnahmen:

1. Erhalt von Dauergrünlandflächen (Wiesen und Weiden)
  • in FFH (Flora-, Fauna-, Habitat-)-Gebieten absolutes Umwandlungs- und Pflugverbot
  • bei Grünland, das nicht in FFH-Gebieten liegt: Umwandlung von Dauergrünland in andere Nutzungen nur noch, wenn dafür an anderer Stelle neues Dauergrünland angelegt wird (muss beantragt und genehmigt werden!)
  • Schutz des sonstigen Dauergrünlands auf nationaler bzw. regionaler Ebene (Bundesländer)
  • DGL-Anteil an der gesamten LF darf nicht um mehr als 5 % im Vergleich zur Referenz abnehmen;
  • Bei Überschreiten der 5 %-Schwelle: Rückumwandlungsgebot (Bayern !)

Strengere Vorgaben zur Dauergrünland-Entstehung:

Flächen die 5 Jahre durchgehend als Ackerfutter (NC 421 bis 424, 428 oder 441) genutzt werden, und zwar egal welches, werden zu Dauergrünland, auch wenn die Fläche in diesem Zeitraum umgepflügt und eine andere als die zuvor dort angebaute Grünfutterpflanzenart eingesät wird!


2. Anbaudiversifizierung (Vielfalt beim Anbau von Kulturen auf Ackerflächen)

Ausgenommen sind Betriebe mit weniger als 10 ha Ackerfläche sowie Betriebe, die mehr als 75% ihrer LF mit Grünland bzw. Ackerfläche mit Ackergras bewirtschaften.

Ackerfläche zwischen 10 und 30 ha

Anbaudiversifizierung bis 30 ha





Ackerfläche über 30 ha

Anbaudiversifizierung über 30 ha





Definition "Kultur":

  • jede botanische Gattung ist eine Kultur (z.B. Gattung Triticum: Weich-/Hartweizen, Dinkel = dieselbe Kultur)
  • Ausnahme Brassicaceae, Solanaceae und Cucurbitaceae: hier ist jede Art eine Kultur
  • Winter-/Sommerkultur je eine Kultur (Sommer-/Winterweizen


3. Ökologische Vorrangfläche (ÖVF)

5 % der Ackerfläche, sind im Interesse des Umweltschutzes zu nutzen (ab 2018 ggf. Anhebung auf 7 %)

Ausgenommen sind Betriebe mit:

  • < 15 ha Ackerfläche
  • > 75% der LF Grünland bzw. Ackerfläche mit Ackergras, Kleegras (Restliche Ackerfläche max. 30 ha)
  • Ökologischer Bewirtschaftung
  • ausschließlich Dauerkulturen (z.B. Wein, Obst, Hopfen)


Ökologische Vorrangflächen und deren Gewichtung:

Die unterschiedliche ökologische Wertigkeit der verschiedenen Arten von ökologischen Vorrangflächen wird über Gewichtungsfaktoren berücksichtigt. Das heißt zum Beispiel, dass eine deutlich höhere Fläche mit Zwischenfrüchten bebaut werden muss, um diese als äquivalent zu einem Hektar nicht genutzter ökologischer Vorrangflächen anzuerkennen. So beträgt der Gewichtungsfaktor für Zwischenfrüchte nur 0,3, dagegen beträgt der Gewichtungsfaktor für brach liegende Felder 1,0 und für die ökologisch besonders wertvollen Hecken gilt sogar ein Gewichtungsfaktor von 2,0.

Zwischenfrüchte

  • nach Ernte der Vorkultur kein Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, mineralischen Stickstoffdüngern und Klärschlamm
  • Einsaat einer Kulturpflanzenmischung aus mindestens 2 Arten
  • Keine Art darf mehr als 60 % der Mischung ausmachen, alle Gräserarten in der Mischung dürfen insgesamt nicht mehr als 60 % der Mischung ausmachen. Maßgeblich ist die Anzahl der Samen (= BSV Flächenprozente)
  • sämtliche Getreidearten sowie "invasive Arten" sind aus der Artenliste gestrichen worden (Ausnahme Sandhafer)
  • Aussaat frühestens am 16. Juli und spätestens am 01. Oktober
  • Zwischenfrüchte und Begrünungen müssen bis mind. zum 15. Februar des Folgejahres auf der Fläche verbleiben (kein aktives Beseitigen oder Zerstören der Kulturen; Schlegeln ist zulässig). Nach dem 15. Februar ist eine wirtschaftliche Nutzung (Futternutzung) der Bestände möglich.
  • Nach der Zwischenfrucht muss im Folgejahr wiederum eine Hauptkultur folgen. Das darf nicht die vorherige Zwischenfrucht sein!
  • ÖVF-Zwischenfrucht nach ÖVF-Eiweißpflanze nicht möglich (Fläche nur einmal anrechenbar)
  • unsere GeoVital-Mischungen sind im vollen Umfang Greening-konform!


Stickstoffbindende Pflanzen

  • Zulässige Kulturen siehe Anlage
  • Saat spätestens am 15. Mai (Kultur muss vom 15. Mai bis 15. bzw. 31. August auf der Fläche sein)
  • Düngung und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nach guter fachlicher Praxis bleibt zulässig
  • nach Beendigung des Anbaus im Antragsjahrs ist eine Winterkultur oder Winterzwischenfrucht auszusäen
  • Folgekulturen (bzw. Zwischenfrüchte) müssen bis 15.02. des Folgejahres auf der Fläche belassen werden
  • es können auch Mischungen von N-bindenden Pflanzen verwendet werden, aber nicht Mischungen von N-bindenden mit anderen Arten (Kleegras ist nicht Greening-fähig!)
  • ideal eignen sich unsere LandGreen Connect N Mischungen
  • Mindestgröße: 0,1 ha

 

Untersaaten

  • Anerkannt werden "Untersaaten von Gräsern und reinen Gräsermischungen in einer Hauptkultur" 
  • Untersaaten müssen nach der Ernte der Hauptkultur bis zum 15.02. des folgenden Jahres auf der Fläche bleiben

 

Artenliste mit den zugelassenen Arten


Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Für Vollständigkeit und Richtigkeit können wir aber keine Gewähr übernehmen. Stand November 2014